Therapieverfahren

achtsam – respektvoll – ganzheitlich

Craniosacrale Therapie

Die Craniosacrale Therapie ist eine körperorientierte, manuelle Behandlungsform, die sich in der ersten Hälfte des 20. Jhd. aus der Osteopathie entwickelt hat. Sie basiert auf der Arbeit mit dem craniosacralen Rhythmus, der sich im feinen Pulsieren der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit zeigt. Diese Flüssigkeit nährt, bewegt und schützt unser Nervensystem – vom Schädel (Cranium) bis zum Kreuzbein (Sacrum). Da der Craniosacrale Rhythmus sich über das Bindegewebe im ganzen Körper ausbreitet, ist er überall tastbar.

 

Als Craniosacral-Therapeut erspüre ich die Qualität der rhythmischen Bewegungen und kann sie unterstützen und harmonisieren. Daraufhin lösen sich Verspannungen, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen; das Immunsystem erfährt eine Stärkung und die Vitalfunktionen stabilisieren sich.

Die Craniosacrale Methode kommt bei Menschen jeden Alters zur Anwendung – vom neugeborenen Säugling bis zum betagten Menschen. Sie wird angewendet

  • zur Schmerzbewältigung
  • zur Stabilisierung nach körperlichen Verletzungen oder emotionalen Traumata
  • zur Erholung und tiefen Regeneration
  • zur Unterstützung in belastenden Lebenssituationen
  • zur Behandlung von psychosomatischen Beschwerden
  • zur Begleitung von Säuglingen und ihren Eltern nach der Geburt sowie bei Dreimonatskoliken
  • zur Unterstützung der Mutter-Kind-Verbindung
  • zur Harmonisierung bei Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche
Quelle: Craniosacral Verband Deutschland (CSVD) e.V.

Die craniosacrale Osteopathie ist ein Teilbereich der Osteopathie, die 1874 von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still begründet wurde. Ein Schüler Stills, Wilhelm Garner Sutherland erkannte um 1900, dass der Schädel minimale, aber für geübte Hände deutlich spürbare rhythmische Bewegungen ausführt, die sich über das Bindegewebe am ganzen Körper ausbreiten und überall spürbar sind. Er beschrieb nach langen Jahren der Forschung eine Kraft – potency -, die diesen rhythmischen Bewegungen zugrundeliegt und die sie aufrecht erhält.

Craniosacrale Arbeit hat ganz unterschiedliche Ausprägungen: für Osteopathen ist sie ein Teilgebiet der Osteopathie, Physiotherapeuten dient sie als Behandlungsform innerhalb der Physiotherapie und für eine dritte Gruppe von Therapeuten ist sie eine eigenständige Behandlungsform als Craniosacrale Therapie oder Craniosacrale Biodynamik. Die Craniosacrale Therapie als eigenständige Behandlungsform wurde in den siebziger Jahren des 20. Jahrhundert ganz entscheidend von dem amerikanischen Forscher und Osteopathen John Upledger geprägt, der die craniosacrale Osteopathie „verfeinerte“ und sie in ihrer heutigen Anwendung prägte.

Die Bewegungen beruhen auf der Annahme, dass die Rückenmarksflüssigkeit ähnlich fliesst wie die Atmung und der Puls. Diese Flüssigkeit – Liquor – umhüllt und schützt unser Nervensystem vom Schädel (Cranium) bis zum Kreuzbein (Sacrum). Daher kommt auch der Name – Craniosacral. Die Theorie des Begründers nimmt an, dass dieses Fliessen nicht mehr ungehindert stattfinden kann wenn es zu Kommuniationsstörungen zwischen den einzelnen Körpergeweben (Knochen, Nerven, Organen, Bindegewebe, Faszien, Muskeln) gekommen ist. Infolgedessen kommt es zu Regulationsstörungen und Ungleichgewichten im Körper und diese Blockaden und Spannungen sind – nach Aussage des Begründers – für den Therapeuten anhand einer veränderten Qualität des craniosacralen Rhythmus zu spüren.

Während einer Behandlung, die circa eine Stunde dauert – für das Erstgespräch planen Sie bitte etwas mehr Zeit ein, liegen Sie bekleidet und zugedeckt bequem auf der Behandlungsliege. Ich werde Sie im Rahmen der Sitzung an verschiedenen Stellen, z.B. Füßen, Becken, Wirbelsäule, Nackenbereich und Schädel berühren und minimale Impulse setzen. Währenddessen sind lange Momente der Stille, aber auch ein Austausch über die gerade stattfindenden Momente möglich. Es kann auch sein, dass Sie einschlafen werden.

Ihr Körper wird in einen tiefen Zustand der Entspannung kommen, egal ob sie wach bleiben oder schlafen.

Generell mache ich immer öfter die Erfahrung, dass Craniosacrale Osteopathie dort ansetzt, wo es im Körper gebraucht wird und dass die Aktivierung der körpereigenen Regulationskräfte alle Heilungsprozesse in Gang bringt.

Wenn Sie über dieses Thema mehr wissen wollen, empfehle ich Ihnen das Buch von Upledger: „Auf den Inneren Arzt hören: Eine Einführung in die Craniosacral-Therapie“. Gerne können Sie mich auch telefonisch kontaktieren, damit ich Ihnen weitergehende Informationen zu dieser wirksamen Therapie geben kann.